Ausstellungsbesuch der Sozialassistenten Unterstufe B

„Tiergartenstraße 4- Die Nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde"

Unsere Klasse  besuchte in Begleitung unserer Lehrerin Frau Fisseni  am 07. Februar im Lernbereich LB 4 (Arbeit mit beeinträchtigten Menschen) die Ausstellung „Tiergartenstraße 4 - Die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde“

 Die Ausstellung mit Rahmenprogramm zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust fand vom 08. Januar bis 09. Februar in Zusammenarbeit mit der VHS, der AGF (Aktionsgemeinschaft Frieden e.V. Trier), der Studentengemeinde Trier und der KHG (Kath. Hochschulgemeinde) statt und wurde in der Volkshochschule in Trier gezeigt.

Inhalt der Ausstellung

In der NS-Zeit zählten viele kranke und behinderte Menschen zu den Opfern des geplanten Massenmordes und wurden entweder in Heime eingewiesen, deportiert, zwangssterilisiert, als Arbeitskräfte oder zu medizinischen Versuchen missbraucht oder/und schließlich in Tötungsanstalten ermordet. Ein dunkles Kapitel deutscher Vergangenheit an dem viele Menschen beteiligt waren.

Die Hauptzentrale der Massenmord-Planung war in der Berliner Tiergartenstraße 4. Dort befasste man sich hauptsächlich mit der Auswahl der Deportation, der Tötung und der Tarnung dieser Verbrechen an Menschen mit psychischen Erkrankungen und geistigen Behinderungen.

Aufbau der Ausstellung

Die Ausstellung war in deutscher Normal-Sprache und in leichter Sprache formuliert. Zudem war die der Ausstellungsaufbau und die Textanordnung  an die Anforderung  von Rollstuhlbenutzern  angepasst (barrierefreie Präsentation). Die Ausstellung beschrieb in 10 Themen-Stationen die Planung, die „Begründung“ und Beurteilung von  „lebensunwertem Leben“, die Organisation, die Durchführung und die Tarnung der Morde ab 1939, sowie das Verschweigen der Morde nach dem Ende des Krieges 1949. Auf jeder der Info-Tafeln waren Bild-Tafeln mit Einzelschicksalen von erkrankten Menschen gegenübergestellt.

Auseinandersetzung mit der Ausstellung

In der Ausstellung wurden wir in Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe bekam eine Station zugeteilt mit der wir uns beschäftigten um uns später im Unterricht darüber auszutauschen.

Besonders berührend fand unsere Klasse die Einzelschicksale, da die Opfer einen Namen und ein Gesicht bekamen. Wenn von einer großen Menschenmasse berichtet wird, wirkt das sehr unpersönlich. In der Ausstellung jedoch wurden Namen und Schicksale genannt und hinterließen einen prägenden Eindruck.

Im Vergleich zur NS Zeit hat sich einiges geändert. Auch im Hinblick auf „Andersartigkeit“. Ein Leben mit Krankheit und Behinderung wird nicht mehr als lebensunwertes Leben betrachtet.  Menschen mit Behinderungen werden mehr in den Alltag integriert und gefördert. Dennoch gibt es viele Menschen, die gegen Inklusion sind oder behinderte Menschen nicht akzeptieren.

Wir sind der Meinung, dass solche Ausstellungen sehr wichtig  für die Gesellschaft sind, um bewusst zu machen, was in der Vergangenheit passiert ist und was sich heute verändert hat. Aber auch um darauf aufmerksam zu machen, was sich noch verändern und verbessern muss, damit kranke und behinderte Menschen besser leben können.

Autorinnen:  Miriam Penning, Sarah Hendle, Anne Feller, Murielle Holzen - Sass UB St. Helena Schule