Schülerinnen und Schüler erfahren Diversity in Trierer Stadtteilen

Lebenswelten

Individuelle Lebenssituationen von Menschen im sozialen Kontext erfassen, diese in ihrer Bedeutung für die Entwicklung und Sozialisation verstehen und pädagogische Ziele formulieren – dieser Ausbildungsauftrag findet sich im Lehrplan zur Erzieherausbildung in Lernmodul 5.
Die Schülerinnen und Schüler erkunden dazu zu Beginn der Oberstufe in Gruppen Stadtteile in Trier mit einer großen Pluralität an Lebensformen und Einrichtungen: die Innenstadt, Pallien/Trier-West, Trier-Nord und Kürenz. Sie beschäftigen sich mit den Besonderheiten der Stadtteile, besichtigen diese, arbeiten sich in Milieustudien (Sinus-Milieus, Jugendmilieus, Migrantenmilieus) ein, befragen Einrichtungsleiterinnen und -leiter nach dem Lebensweltbezug der Einrichtung und der Milieusensitivität in der pädagogischen Arbeit mit dem Kind oder Jugendlichen bzw. in der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern.

In der Kindertagesstätte St. Bonifatius in Trier vermittelte die Standortleiterin Pia Trarbach den Schülerinnen und Schülern einen nachhaltigen Eindruck davon, wie Kinder aus unterschiedlichen Herkunftsmilieus und unterschiedlichen Lebensalters in einer fünfgruppigen Einrichtung miteinander betreut, in ihren Bildungswegen begleitet und in ihren persönlichen Lernherausforderungen gestützt werden können. Die Elternarbeit in einem Stadtteil mit unterschiedlichen Lebensstilen der Eltern erfordert von Seiten der Erzieherinnen und Erziehern Flexibilität sowie Vertrauen in die unterschiedlichen Ressourcen der Familien.